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Poetry
Foto: unsplash.com

Mit 15 hatte ich noch Träume

Der 18-jährige Robin aus Dörrebach in Rheinland-Pfalz gibt in seinem Text sehr persönliche Einblicke in sein Leben und seine Gedankenwelt. Der Text handelt von Träumen, Liebeskummer, Identität, Mobbing, Einsamkeit.

Robin (18)

Ich war 15, da hatte ich noch Träume,

ich dachte, ich hätte richtige Freunde.

Ich hatte noch nie eine Freundin. War ja klar,

wer liebt einen nicht Anpassungsfähigen mit langem Haar.

Ich war das erste mal richtig verliebt,

doch ich war wohl sehr unbeliebt,

denn meine Freunde haben mir geschrieben,

sie würden angeblich auch mich lieben.

Hätte nur einer an mich gedacht,

hätte dabei nicht mitgemacht,

hätte keiner über mich gelacht.

Doch alle wollten ihren Spaß haben

und die Last davon musste ich tragen.

 

Später waren wir nur zu zweit,

doch es wurde mein Leid.

Wir standen uns gegenüber und schwiegen uns an,

Ich war schüchtern, weil ich mit der Situation nichts anfangen kann.

Noch nie zuvor hatte ich es gewagt,

und diese drei Wörter gesagt.

Sie nahm mich in ihren Arm,

mir wurde plötzlich so warm.

Doch was dann kam, war echt krass,

es erfüllte mich mit Hass.

Sie sagt, es sei alles nur ein Scherz,

nimm es dir nicht so zu Herz.

Alle haben mich ausgelacht,

die Tränen zu verstecken, hat nichts gebracht.

 

Ich wollte nur noch alleine sein,

wollte still für mich alleine wein’n.

Doch mein Leben würgte mir noch einen rein.

Und machte mich mal wieder klein.

Niemand hat gefragt, wie es mir geht,

ich hab gemerkt, dass niemand zu mir steht.

In den nächsten Tagen wurde mir viel geschrieben,

wo sei denn mein Verstand geblieben.

Ich hätte es allen erzählt,

jedoch war ich allein und habe mich geschämt.

Ich habe die Schuld bei mir gesucht,

mein Vertrauen, meine Naivität verflucht.

Ich habe es alles so hingenommen,

habe Angst vor Verrat von noch mehr Freunden bekommen.

Immer Angst haben, ein Mädchen anzusprechen,

oder ihm einfach nur zuzulächeln.

Immer wieder Gedanken machen,

doch heute beschäftigen mich noch andre Sachen.

Jeden Tag blöde Sprüche wegen der Hippie-Hose bekommen,

doch ich hab es einfach so hingenommen.

Als dann noch meine Frisur dazukam,

und von so vielen Kritik ankam.

Ich habe sie nicht nach ihrer Meinung gefragt,

Sie haben sie mir trotzdem gesagt.

Ich wurde so oft ausgelacht,

meine Großeltern haben mich auch niedergemacht.

Ich habe täglich darüber nachgedacht,

was hat das denen denn gebracht?

Um sich cool zu fühlen und mir überlegen?

Kümmert euch um euer Leben!

Ich habe doch niemandem was gemacht,

doch sie haben mich ausgelacht.

Selten jemanden zum Reden haben,

ich möchte es nicht gern wagen,

Menschen Vertrauen zu schenken,

was wird die Person über mich denken?

Mit diesem Text will ich aber auch Danke sagen,

an alle, die bei so was noch nie mitgemacht haben.

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Ihr seid Schüler*innen einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, schreibt gern und werdet gern gelesen?

Meldet euch bei uns per E-Mail an redaktion@qrage.online und vielleicht findet sich auf diesen Seiten bald auch ein Text  von euch!

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