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Foto: unsplash.com/danielomolewa

Gemeinsam sind wir stark! – Phorms Hamburg wird Schule ohne Rassismus

Die 15-jährige Yamuna schreibt über ihren Wunsch, etwas in der Gesellschaft zu bewegen. Sie will sich für mehr Toleranz und eine friedliche Zukunft einsetzen und fängt damit an ihrer Schule an.

Yamuna (15)

Als ich Anfang des Schuljahres zum ersten Mal zur Schulsprecherin gewählt wurde, nahm ich mir vor, etwas zu bewegen. Ich wollte etwas starten, das uns als Schüler noch mehr zusammenwachsen lässt. Was gibt es da Sinnvolleres, als zusammen gegen ein Problem zu kämpfen, das uns alle angeht? Schon seit der Vorschule gehe ich auf die Phorms Schule. Alle meine Freunde kommen aus verschiedenen Ländern und lehnen Rassismus komplett ab. Kinder erkennen eher die Ähnlichkeiten untereinander und achten weniger auf das, was sie unterscheiden könnte, wie Kultur oder Hautfarbe. Ich bin Deutsch-Engländerin, habe auch irische und ungarische Wurzeln und möchte deshalb nicht anders behandelt werden. Ich habe schon oft gesehen, wie Leute wegen ihrer Herkunft beleidigt wurden. Es gibt nichts Unfaireres, als jemanden für etwas zu diskriminieren, wofür er nichts kann.

Die einzigen Grenzen sind die, die wir selbst setzen!

In der dritten Klasse habe ich im Englischunterricht eine Präsentation über Martin Luther King Jr. und seinen Kampf für die Rechte schwarzer Menschen gehalten. Durch die Recherche wurde mir erstmals klar, welche schrecklichen Sachen damals und auch heute noch passieren. Wenn Erwachsene, wie Martin Luther King Jr. und viele Andere, antirassistische Entwicklungen in Gang setzen, ist das großartig. Ich finde aber, dass wir als Kinder uns darauf nicht ausruhen dürfen, sondern auch mit anpacken müssen. Die Erwachsenen haben angefangen, uns Wege zu ebnen, aber wir müssen sie ausbauen. Wenn alle denken, “das kann jemand anderes lösen”, kommen wir nie voran. Vor allem junge Menschen machen Pläne für die Zukunft und und wollen ein Leben in Frieden und Freiheit führen, oder nicht? Wie soll das gehen, wenn die Menschen sich selbst Grenzen setzen und sich von Vorurteilen trennen lassen? Die heutige Generation wächst in einer Zeit auf, in der viele Menschen migrieren. Durch die Globalisierung sind wir ein international geprägtes Umfeld gewöhnt. Wir wissen, in welcher Welt wir später leben wollen und in dieser Welt hat Rassismus keinen Platz.

Jeder Schritt bringt uns weiter

Viele in meinem Alter sind der Meinung, dass sich etwas ändern muss, aber das Engagement dafür finden sie zu anstrengend. Man hat schließlich als Schüler auch so viel zu tun. Netflix gucken zum Beispiel. Zugegeben: es ist viel Arbeit, aber wenn man bedenkt, dass man damit tatsächlich die Welt zu einem besseren Ort macht, lohnt es sich. Jedesmal, wenn sich ein Schüler politisch beteiligt, kommen wir unserem Ziel einer gemeinsamen friedlichen Zukunft einen Schritt näher.

Ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt

Wir Kinder werden noch Veränderungen erleben, die die heutigen Politiker nicht erleben werden. Wir können nicht einfach nur rumsitzen, während die Politiker halbherzig versuchen, eine Zukunft zu sichern, an der sie sowieso nicht teilhaben werden. In der Lebenszeit vielerPolitiker wird sich nicht mehr viel verändern, aber wir haben noch so viel vor uns. Wenn wir jetzt für eine bessere Weltkämpfen, werden wir diese auch miterleben.

Zusammen können wir alles schaffen

Deshalb wollte ich Schulsprecherin werden. Ich wollte die Schüler vereinen und beweisen, dass wir zusammen vieles bewegen können. Daher dürfen wir uns nicht als einzelne, “machtlose” Kinder sehen, denn das sind wir nicht. Wir sind eine starke Gemeinschaft, wir müssen nur mutig genug sein, auf uns aufmerksam zu machen und unsere Meinungen auszusprechen. Das Netzwerk “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” finde ich super. Es eine gute Möglichkeit, das soziale Umfeld bei PHORMS Hamburg weiter zu verbessern und wir sind zuversichtlich, das auch zu schaffen. Das Beitreten und Engagement bei einem Projekt wie “Schule ohne Rassismus” ist ein wichtiger Schritt für uns.

Phorms Hamburg tritt dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus” bei!

Foto: Rosanna Sieber

Wir freuen uns deshalb sehr über die Anerkennung als “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” für unsere Grundschule und unser Gymnasium, die wir am 02. Mai 2019 erhalten haben. Bei unserer Titelverleihung in der Aula wurden mehrere Reden gehalten. Der Vertreter des Courage-Netzwerks Dirk Assel, der uns die Urkunde und das große Schild mit dem Logo überreichte, unser Projektpate Frank Schweikert, der die “Klimawoche” in Hamburg organisiert und die “Deutsche Meeresstiftung” gegründet hat, unser Direktor Peter Kubasch, unsere Schülerratskoordinatorin Ashley Davidson und ich als Schulsprecherin hielten Reden vor den Schülern der Grundschule und des Gymnasiums. Gesang von Schülergruppen und ein kleines Kuchenbuffet rundeten die Feier ab.

Unser Projektpate Frank Schweikert hat bereits verschiedene Schülerprojekte zum Thema Klimaschutz durchgeführt. Klimaschutz und Rassismus sind zwar verschiedene Themen, aber wir denken, dass sie zusammenhängen. Zur Rettung des Klimas müssen wir uns weltweit gemeinsam engagieren, und das können wir nicht, wenn Rassismus zwischen uns steht. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit ihm!

“A rainbow of differences”

Wir möchten als gutes Beispiel vorangehen, denn bei Phorms Hamburg lernen wir alle – trotz unterschiedlichster Herkunft – gemeinsam als Team, ohne Vorurteile. Unsere bilinguale Schule vereint Schüler so vieler verschiedener Kulturen und Herkunftsländer und wir sind stolz auf unsere Vielseitigkeit! Wir wollen beweisen, dass wir als starke Gemeinschaft zusammenhalten und wir möchten mehr lernen über Toleranz, denn Rassismus sollte keinen Platz in einer Schule haben. Wir wissen, dass wir noch nicht perfekt sind, aber wir sind überzeugt davon, dass wir uns verbessern können. Auch wenn wir nur eine kleine Schule sind, wissen wir, dass wir etwas verändern können, was positive Auswirkungen auf unser Umfeld hat.

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